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Mit der DATEV-Integration erzeugt anny keine native Anbindung an DATEV Unternehmen online. Stattdessen erstellt anny regelmäßig (oder auf Abruf) eine DATEV-Buchungsstapel-Datei (EXTF-Format) und sendet sie automatisch per E-Mail an deine Buchhaltung oder Steuerkanzlei. Die Datei lässt sich dort in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen importieren.
Die Integration unterstützt Organisationen mit Sitz in Deutschland und Zahlungen in EUR über anny Payments (Stripe).

Voraussetzungen

  • Aktivierte anny Payments, siehe Stripe Connect einrichten
  • Beraternummer und Mandantennummer deiner Steuerkanzlei
  • Die Sachkonten deines Kontenrahmens für die Kontenzuordnung
Die Kontenvorschläge orientieren sich am DATEV-Standardkontenrahmen SKR 03. Stimme die Kontenzuordnung vor der Aktivierung mit deiner Steuerkanzlei ab. Sie ist die Grundlage für eine steuerlich korrekte Buchführung.

Integration einrichten

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Integration hinzufügen

Öffne Organisationseinstellungen → Integrationen, suche die Karte DATEV und klicke auf Einrichten. Die Einstellungen der Integration öffnen sich automatisch.
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Stammdaten eintragen

Trage die Daten ein, die du von deiner Steuerkanzlei erhältst:
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Konten zuordnen

Ordne die Sachkonten zu. Für SKR 03 sind gängige Werte als Platzhalter hinterlegt.Welche Rolle jedes Konto hat und was dein Steuerberater vorbereiten muss, steht ausführlich unter DATEV-Konten und Vorbereitung mit dem Steuerberater.Die Felder für Pfand, Anzahlungen und reduzierte Umsatzsteuer außer Haus kannst du bereits hinterlegen. Sie werden derzeit noch nicht automatisch bebucht und sind lediglich Platzhalter für zukünftige Funktionen.
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Export-Zeitplan festlegen

Wähle, wie oft der Export erstellt wird, und die Uhrzeit in der Zeitzone deiner Organisation. Exportiert wird immer der zuletzt abgeschlossene Zeitraum:
  • Wöchentlich an einem Wochentag deiner Wahl → Export der Vorwoche
  • Monatlich an Tag 1–7 des Monats → Export des Vormonats
  • Quartalsweise an Tag 1–7 des ersten Quartalsmonats → Export des Vorquartals
Empfehlung: monatlich, Tag 3–7, früh morgens.
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E-Mail-Empfänger hinterlegen

Füge eine oder mehrere E-Mail-Adressen hinzu, zum Beispiel das Postfach deiner Steuerkanzlei. An diese Adressen sendet anny die Exportdatei als Anhang. Der Betreff lautet z. B. anny DATEV-Export 01.06.2026 - 30.06.2026 für Deine Organisation.
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Speichern und aktivieren

Speichere die Einstellungen und aktiviere die Integration über den Schalter auf der Integrationskarte.
Die Integration ist aktiv, sobald der Schalter grün ist. Der erste Export wird zum nächsten geplanten Termin erstellt und versendet.
Die Aktivierung ist erst möglich, wenn Stammdaten, Pflichtkonten und mindestens ein Empfänger hinterlegt sind.

Export für einen bestimmten Zeitraum erstellen

Zusätzlich zum automatischen Zeitplan kannst du jederzeit einen Export auf Abruf erstellen:
  1. Öffne die DATEV-Integrationseinstellungen.
  2. Wähle im Bereich Export auf Abruf einen Zeitraum, z. B. Letzter Monat, Dieser Monat oder über Benutzerdefiniert einen eigenen Datumsbereich.
  3. Klicke auf Export erstellen.
anny erstellt die Datei im Hintergrund und sendet sie an die hinterlegten E-Mail-Empfänger.
Exporte auf Abruf können sich zeitlich mit den automatischen Exporten überschneiden. Importiere denselben Zeitraum nicht doppelt. Bei Unsicherheit prüfe Organisations-ID und Zeitraum im Dateinamen.

Was wird wie gebucht?

Die Integration erstellt für jeden Geschäftsvorfall einen Buchungssatz: Das Verrechnungskonto ist wie ein Bankkonto zu verstehen: Es bildet das anny-Zahlungskonto ab. Auszahlungen von anny sind keine Erlöse, sondern Umbuchungen vom Verrechnungskonto über das Geldtransit-Konto auf dein Geschäftsbankkonto (Gegenbuchung über den Bankimport). Diese Auszahlungsbuchungen sind bereits Bestandteil des Exports. Gutschriften und Stornorechnungen bucht die Integration automatisch mit umgekehrtem Soll/Haben-Kennzeichen. Enthält eine Rechnung mehrere Steuersätze oder eine Mischung aus Gutschein und steuerpflichtiger Leistung, zum Beispiel Versand, entsteht je Steuergruppe ein eigener Buchungssatz.

Erstattungen und Zahlungsanfechtungen (Disputes)

Beide Fälle buchen den Geldfluss zurück (Forderungen an Verrechnungskonto), unterscheiden sich aber beim Umsatz: Bei einer verlorenen Zahlungsanfechtung bleibt die ursprüngliche Umsatzbuchung (Forderungen an Erlöskonto) bestehen. anny bucht nur die Zahlung zurück. Ob und wie der Umsatz steuerlich nachträglich korrigiert wird, entscheidet deine Steuerkanzlei.
Optionaler Differenzbetrag einer Anfechtung (Charge gegen Forderungen) ist ebenfalls nur eine Zahlungsrückbuchung, kein Umsatzstorno. Eine etwaige Bearbeitungsgebühr würde auf die Nebenkosten des Geldverkehrs gebucht — anny gibt solche Dispute-Gebühren in der Regel nicht weiter.

anny-Gebühren und Vorsteuer

Die anny-Gebühren enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer (19 % für deutsche Organisationen). Die Gebühren-Buchungen tragen den Steuersatz in der DATEV-Spalte Steuersatz, sodass deine Kanzlei die Vorsteuer ziehen kann. Als Beleg dient die anny-Gebührenrechnung: bei nachbelasteten Gebühren steht ihre Nummer im Belegfeld 1. Die Gebührenrechnung selbst ist eine Eingangsrechnung und wird nicht als Umsatz exportiert.

Wertgutscheine

anny-Wertgutscheine sind Mehrzweckgutscheine: Beim Verkauf fällt noch keine Umsatzsteuer an, der Betrag wird auf das Wertgutschein-Konto gebucht. Erst bei der Einlösung entsteht der steuerpflichtige Umsatz auf der jeweiligen Rechnung. Der eingelöste Betrag gleicht die Forderung vom Wertgutschein-Konto aus.

Die Exportdatei

  • Format: DATEV-Buchungsstapel EXTF, Version 700/12 (Kategorie 21)
  • Kodierung: Windows-1252, Trennzeichen Semikolon, direkt in DATEV importierbar
  • Dateiname: EXTF_Buchungsstapel_{Organisations-ID}_{JJJJMMTT}-{JJJJMMTT}.csv — der DATEV-Präfix EXTF_Buchungsstapel bleibt erhalten, ergänzt um Organisations-ID und Zeitraum
  • E-Mail-Betreff: anny DATEV-Export {Zeitraum} für {Organisationsname}
  • Festschreibung: Kennzeichen 0 (nicht festgeschrieben). Deine Kanzlei sichtet den Stapel und nimmt die Festschreibung manuell vor
  • Referenzen: Rechnungsnummer im Belegfeld 1, anny- und Stripe-Referenzen in den Beleginfo-Feldern, eindeutige Buchungs-GUID je Buchungssatz

Häufige Fragen

Nein. anny erzeugt eine Exportdatei und sendet sie per E-Mail. Es gibt keine native Live-Integration zu DATEV Unternehmen online.
Die Aktivierung setzt voraus, dass Beraternummer, Mandantennummer, alle Pflichtkonten und mindestens ein E-Mail-Empfänger hinterlegt sind. Prüfe die Einstellungen auf leere Felder und speichere erneut.
Der Export umfasst Rechnungen anhand ihres Rechnungsdatums im jeweiligen Zeitraum. Wird eine Rechnung erst nach dem Export ihres Zeitraums festgeschrieben, erscheint sie nicht automatisch im Folgeexport. Wähle den Export-Tag deshalb mit Puffer (Tag 3–7) oder erstelle bei Bedarf einen Export auf Abruf für den betroffenen Zeitraum.
Ja. Beim Wechsel, zum Beispiel von monatlich auf wöchentlich, kann sich der nächste Exportzeitraum mit bereits exportierten Zeiträumen überschneiden. Stimme den Wechsel mit deiner Kanzlei ab und importiere Zeiträume nicht doppelt.
Nein. Gab es im Zeitraum keine festgeschriebenen Rechnungen, Zahlungen oder Auszahlungen, enthält die Datei nur die Kopfzeilen. Der Versand erfolgt trotzdem, damit deine Kanzlei weiß, dass der Zeitraum leer war.
Rechnungen ohne Online-Zahlung, zum Beispiel Rechnungskauf oder Barzahlung, werden nur als Umsatz gebucht. Den Zahlungsausgleich bucht deine Buchhaltung. Rechnungen in anderen Währungen als EUR fallen vollständig aus dem Export, also auch ihr Umsatz. anny exportiert ausschließlich Vorgänge in EUR.
Erstattungen (Buchungstext „Erstattung”): Die Zahlung wird zurückgebucht (Forderungen an Verrechnungskonto). Zusätzlich erstellt anny eine Stornorechnung, die den Umsatz auf den Erlöskonten ausgleicht.Zahlungsanfechtungen / Disputes (Buchungstext „Rückbuchung”): Es wird nur die Zahlung zurückgebucht (Forderungen an Verrechnungskonto). Der Umsatz wird nicht automatisch reduziert — es gibt keine Stornorechnung. Die ursprüngliche Erlösbuchung bleibt bestehen; eine etwaige umsatzseitige Korrektur übernimmt die Steuerkanzlei.
anny prüft die fälligen Exporte stündlich. Die eingestellte Uhrzeit legt den nächsten Lauf fest, die Zustellung kann sich aber um bis zu etwa eine Stunde verzögern. Plane den Termin deshalb nicht auf eine minutengenaue Zustellung, sondern mit etwas Puffer.
anny wiederholt die Erstellung eines Exports automatisch. Gelingt sie endgültig nicht, erscheint ein Fehlerhinweis in den Integrationseinstellungen. Ein fehlgeschlagener Lauf blockiert die künftigen geplanten Exporte nicht, weil der nächste Termin bereits vorher gesetzt wird.
Diese Dokumentation ersetzt keine steuerliche Beratung. Stimme Kontenrahmen, Steuersätze und den Umgang mit Sonderfällen mit deiner Steuerkanzlei ab.