Skip to main content
anny stellt alle Zahlungsbewegungen als strukturierte Kontoauszüge bereit. Diese können automatisiert exportiert und in Buchhaltungssysteme wie DATEV, lexoffice oder sevDesk importiert werden: wahlweise als CSV oder im Bankstandard CAMT.053 (XML). Jeder Export enthält neben den Transaktionsdaten auch die zugehörigen Belege als PDF.
Die Buchhaltungsfunktionen setzen eine aktive Online-Zahlung (Stripe Connect) voraus. Ohne Stripe-Verbindung gibt es kein anny-Zahlungskonto und keine Kontoauszüge.

Wie funktioniert das anny-Zahlungskonto?

Das anny-Zahlungskonto (Stripe Connect) verhält sich wie ein eigenes Bankkonto mit Saldo. Es empfängt Zahlungen, verrechnet Gebühren und führt Auszahlungen an das hinterlegte Geschäftskonto durch. Empfohlene Einrichtung in DATEV / Buchhaltungssoftware:
1

Neues Bankkonto anlegen

Erstelle ein neues Bankkonto (z. B. Konto 1370 “anny / Stripe”).
2

Mock-IBAN hinterlegen

Verwende die von anny generierte Mock-IBAN als Kontonummer (Format: DE00 + Konto-ID).
3

BIC setzen

Trage als BIC STRIPE ein. CAMT-Dateien können dann direkt als Kontoauszug importiert werden.
Damit behandelt das Buchhaltungssystem anny wie eine reguläre Bankverbindung mit Eröffnungs- und Schlusssaldo.

Transaktionsarten

Auszahlungen von anny auf das Geschäftskonto sind keine eigenen Geschäftsvorfälle, sondern lediglich eine Umbuchung zwischen zwei Konten (Soll auf anny-Konto, Haben auf Geschäftskonto). Pro Auszahlung muss nichts extra gebucht werden.

Gebührenmodelle

anny unterstützt zwei Gebührenmodelle, die sich auf die Darstellung im Kontoauszug auswirken.

Altes Modell (bis 13.04.2026)

Gebühren werden direkt bei Zahlungseingang vom Bruttobetrag abgezogen. Auf dem Kontoauszug erscheint nur der Nettobetrag.
Bei diesem Modell stimmt der Betrag auf dem Kontoauszug nicht 1:1 mit der Kundenrechnung überein. Die Differenz ergibt sich aus Stripe- und anny-Gebühren.

Neues Modell (ab 13.04.2026)

Gebühren werden nicht bei Zahlungseingang abgezogen, sondern erst bei Auszahlung als separater Einzug verrechnet. Jede Transaktion hat dadurch genau einen passenden Beleg.

Wann nutze ich das?

  • Du nutzt Online-Zahlung und möchtest deine Buchhaltung automatisieren: Richte einen monatlichen Export ein und übergib das ZIP-Archiv an deinen Steuerberater.
  • Du arbeitest mit DATEV: Nutze den CAMT.053-Export als Kontoauszug mit Saldofortschreibung.
  • Du brauchst eine tägliche Umsatzübersicht: Richte einen täglichen Export mit Revenue Summary ein.
  • Du möchtest Trinkgelder pro Mitarbeiter:in auswerten: Der tägliche Export schlüsselt POS-Trinkgelder pro Person auf.
  • Nicht geeignet für: Accounts ohne Online-Zahlung. Ohne Stripe gibt es keine Kontoauszüge.

Zusammenhang mit anderen Features

Einstellungen & Optionen

Exportformate

ZIP-Archiv (Statement Bundle)

Jeder Export wird als ZIP bereitgestellt und enthält:
  • statement.xml (oder .csv / .xlsx): Kontoauszug
  • revenue-summary.pdf: Umsatzübersicht nach Steuersätzen
  • receipt-index.csv: Zuordnung Transaktion → Beleg
  • receipts/: Alle Rechnungs-PDFs
Die Umsatzübersicht schlüsselt auf: Umsatz nach Steuersatz (19%, 7%, steuerfrei), steuerfreie Gutscheinverkäufe und Trinkgelder (POS).

Automatische Exports

Zustelloptionen: E-Mail (auch direkt an Steuerberater), SFTP, FTP, S3.
Richte den Steuerberater als E-Mail-Empfänger unter Export-Zielen ein. Er erhält dann automatisch am Monatsanfang das vollständige ZIP-Archiv mit Kontoauszug und allen Belegen.

Buchungsworkflow

Variante A: CAMT-Import (empfohlen für DATEV)

1

Monatlichen Export importieren

Importiere die CAMT.053-Datei als Kontoauszug in DATEV (Konto 1370 “anny / Stripe”). Buchungsvorschläge werden automatisch generiert.
2

Belege zuordnen

Ordne die Rechnungs-PDFs aus dem ZIP den Buchungen zu. Die receipt-index.csv hilft bei der Zuordnung über Rechnungsnummer.
3

Auszahlungen verknüpfen

Verknüpfe Auszahlungen auf dem anny-Konto mit Zahlungseingängen auf dem Geschäftskonto (Umbuchung).
4

Umsatzübersicht kontrollieren

Ziehe die revenue-summary.pdf zur Kontrolle der Erlös- und Steuerkonten heran.

Variante B: CSV-Import (einfache Buchhaltung)

1

CSV importieren

Importiere die CSV-Datei in die Buchhaltungssoftware.
2

Spalten mappen

Ordne die Spalten zu: Datum, Betrag, Beschreibung, Referenz.
3

Belege manuell zuordnen

Ordne Belege manuell oder über die Rechnungsnummer den Buchungen zu.

FAQ

Wenn eine Rückerstattung oder ein Chargeback das anny-Guthaben übersteigt, entsteht ein negativer Saldo. Stripe zieht den fehlenden Betrag per SEPA-Lastschrift vom hinterlegten Bankkonto ein, um das Konto auszugleichen.
Zahlungen durchlaufen eine Bearbeitungszeit: 5 Werktage ab Zahlungseingang plus 1 Tag nach Beginn der Buchung. Bei Paketen und Abos gelten nur die 5 Werktage (kein Buchungsbezug).
Ja. Der monatliche Export enthält den vollständigen Kontoauszug mit allen Transaktionen, Auszahlungen und Belegen. Ein täglicher Export ist nur für interne Abstimmung oder Trinkgeld-Auswertung nötig.
Nein. Auszahlungen sind im Kontoauszug bereits als Abgang enthalten. Der Steuerberater verknüpft sie mit dem Zahlungseingang auf dem Geschäftskonto (einfache Umbuchung).

Troubleshooting

Du verwendest wahrscheinlich noch das alte Gebührenmodell (bis 13.04.2026), bei dem Gebühren direkt bei Zahlungseingang abgezogen werden. Beim neuen Modell (ab 13.04.2026) stimmen Beträge 1:1 überein.
Stelle sicher, dass du das ZIP-Format ausgewählt hast. Nur ZIP-Exporte enthalten die Rechnungs-PDFs und die receipt-index.csv.
Prüfe, ob du in DATEV ein Bankkonto mit der anny Mock-IBAN und BIC “STRIPE” angelegt hast. Ohne dieses Konto kann DATEV die Datei nicht zuordnen.