Wer darf ein COVID-Testzentrum eröffnen?

Prinzipiell darf jeder eine Teststelle eröffnen. Du benötigst dazu eine Bescheinigung deines örtlich zuständigen Gesundheitsamtes, welches prüft, ob ein Testkonzept vorliegt. Arztpraxen sind berechtigt, Testungen ohne die Feststellung durch das Gesundheitsamt durchzuführen. Für die Inbetriebnahme sind gegebenenfalls abweichende Vorschriften deines Bundeslandes zu beachten.

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Rheinlad-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

In 6 Schritten zum eigenen Testzentrum

1. Location und Hygienekonzept

Wo soll deine Teststation aufgebaut werden? Wird deine Station in einem Ladenlokal, einem temporären Containeraufbau oder einer mobilen Teststation sein? In allen Fällen musst du ein Hygienekonzept für deinen Standort erstellen. Beachte hierbei die Testverordnung des Bundes (TestV) und die aktuell gültigen Maßnahmen deines Landes. Dein Hygienekonzept beschreibt den Aufbau deiner Teststraßen und den geplanten Ablauf.

Registriere dich mit deinem Testkonzept bei deinem örtlichen Gesundheitsamt.

2. Website und Buchungsseite

Über deine Buchungsseite im Internet können Kunden deine Teststation finden und direkt online einen Termin buchen. Mit einer professionellen Buchungssoftware erhältst du deine eigene fertige Buchungsseite und deine Kunden können in einem Kalender direkt sehen, wie viele Plätze noch frei sind. Angeboten wird dies z.B. von anny.

3. Testsoftware

Für die Terminvereinbarung, die automatische Übermittlung der Testergebnisse und der Verwaltung von Kundendaten (zu Meldezwecke) wird eine Testsoftware dringend empfohlen. Als offizielles Testzentrum brauchst du zudem eine Software, die eine Ergebnis-Übermittlung an die Corona-Warn-App (Hersteller T-Systems) ermöglicht. Die Software von anny hat die Corona-Warn-App bereits integriert. So brauchst du keine weiteren Verträge mit T-Systems.

Hinweis: Im letzten Abschnitt gehen wir nochmal auf nötige Soft- und Hardware ein.

4. Schulung der Mitarbeitenden

Deine Mitarbeitenden müssen laut Corona-Testverordnung geschult und zertifiziert werden. Sie erlernen die korrekte Vorbereitung und Durchführung einer Testung und bekommen Einweisungen in den Themen Sicherheit und Hygiene.

5. Test-Kits und Schutzausrüstung

Informiere dich über Lieferanten für Test-Kits und Schutzausrüstung.

6. Abrechnung mit der KV

Die Sachkosten für die Test-Kits, der Abstrich und weitere Leistungen werden monatlich mit der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet. Dazu musst du dich als Nicht-KV-Mitglied bei der KV registrieren.

Nötige und optionale Software und Geräte

Wichtig zu wissen, ist natürlich nicht nur, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um ein Testzentrum zu eröffnen. Wir verraten dir auch, welche Ausrüstung du benötigst und welche Kosten du in etwa erwarten kannst.

  • Wichtig: Buchungssystem / Testsoftware

Empfehlenswert ist eine professionelle Lösung für Testzentren wie anny.

Kosten: Oft zusammengesetzt aus Pauschalpreis + Kosten pro Zertifikat. (anny startet bei einem Preis von 0 Euro + 0,45 Euro pro Zertifikat pro Monat und berechnet im höchsten Plan 499 Euro + 0,15 Euro pro Zertifikat pro Monat.)

  • Optional: Handscanner

Zur Erleichterung des Check-Ins können Handscanner verwendet werden.

Barcodescanner MUNBYN

Inateck 2D Barcode Scanner Bluetooth

Kosten: 50 - 150 Euro je nach Modell

  • Optional: Etikettendrucker

Ein Etikett wird zur Identifikation und Auswertung auf den Covid-Schnelltest geklebt. Du kannst dafür jeden Drucker verwenden. Das Format ist 90 x 29 mm.

oder mit Brother Etikettendrucker QL-800WIFI

Brother Etikettendrucker QL-820NWB mit WIFI

DYMO LabelWriter 450

Kosten: 80 - 140 Euro je nach Modell

  • Optional: üblicher Drucker

Für Kunden, die sich ein ausgedrucktes Zertifikat wünschen, dient ein üblicher Drucker.

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